Körperpflege

Trockenheit und Risse an den Fersen: So heilen sie

An den Fußsohlen gibt es keine Talgdrüsen, deshalb werden Fersen am schnellsten rau und rissig. Wir erklären die Methode „Einweichen und Versiegeln“, welche Säuren und Harnstoff wirken – und wann Risse ein Signal für den Arztbesuch sind.

Notela Redaktion
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Fersen werden schneller rau und rissig als der Rest des Körpers – aus einem einfachen Grund: An den Fußsohlen gibt es keine Talgdrüsen, während Belastung und Reibung ständig vorhanden sind. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich das zu Hause mit der Methode „Einweichen und Versiegeln“ beheben. Wir zeigen ein bewährtes Vorgehen und die Anzeichen, wann Risse einem Arzt gezeigt werden sollten.

Kurz gesagt

Fersen trocknen aus, weil an den Fußsohlen keine Talgdrüsen vorhanden sind, dazu kommen Druck, Reibung und trockene Luft. Vorgehen: kurzes warmes Duschen → sanftes Entfernen der verhornten Haut → Creme mit 10–25 % Harnstoff, AHA oder Salicylsäure auf die feuchte Haut auftragen → über Nacht Vaseline + Socken; bei Rissen ein „Flüssigpflaster“. Verhornte Haut nicht mit einer Klinge abschneiden und offene Risse nicht reiben. Anhaltende oder tiefe Risse können bei Diabetes, Ekzemen oder Psoriasis auftreten – dann zum Arzt.

01Warum Fersen aufreißen

An den Fußsohlen gibt es keine Talgdrüsen, weshalb die Haut hier besonders zu Trockenheit neigt. Dazu kommen Druck und Reibung beim Gehen, offenes Schuhwerk, Barfußlaufen, heißes Duschen und scharfe Seife – die Haut wird rau, es bilden sich Schwielen und schließlich Risse (Fissuren). Mit dem Alter verliert die Haut an Elastizität, das Risiko steigt. Tiefe Risse sind schmerzhaft und können zur Eintrittspforte für Infektionen werden, deshalb sollte man sie nicht vernachlässigen.

02Die Methode „Einweichen und Versiegeln“

Grundprinzip: kurz warm (nicht heiß) duschen oder ein paar Minuten ein Fußbad nehmen, um die Haut aufzuweichen → verhornte Stellen vorsichtig mit Bimsstein oder Feile abtragen (nicht übertreiben) → innerhalb von 5 Minuten, solange die Haut noch feucht ist, Creme mit 10–25 % Harnstoff, AHA oder Salicylsäure auftragen. Über Nacht eine Schicht Vaseline und Baumwollsocken, um die Feuchtigkeit einzuschließen. Die Füße nicht zu lange einweichen – das schwächt die Hautbarriere zusätzlich.

Harnstoff 10–25 %AHA/SalicylsäureVaseline über Nacht + Socken„Flüssigpflaster“ auf RisseNicht mit einer Klinge abschneiden

03Schutz und Schuhwerk

Damit Risse heilen und nicht wiederkommen, kann tagsüber ein „Flüssigpflaster“ auf die Risse aufgetragen werden – es bildet eine Schutzschicht, lindert Schmerzen und hält Infektionen ab. Trage geschlossenes, gut sitzendes Schuhwerk; vermeide Flip-Flops und ausgetretene Schuhe, wenn die Fersen bereits rissig sind. Schneide verhornte Haut nicht mit einer Klinge ab – das Verletzungs- und Infektionsrisiko ist hoch. Verwende den Bimsstein sanft und nur auf aufgeweichter Haut.

  • Schwielen mit Klinge oder Rasierer abschneiden. Risiko von Verletzungen und Infektionen.
  • Offene Risse mit Bimsstein reiben. Exfoliation nur auf intakter, verhornter Haut.
  • Füße zu lange einweichen. Langes Baden schwächt die Hautbarriere und verstärkt die Trockenheit.
  • Heißes Duschen und scharfe Seife. Sie waschen Lipide aus, die Haut wird schneller rau.
  • Tiefe oder nicht heilende Risse ignorieren. Können bei Diabetes, Ekzemen oder Psoriasis auftreten – dann zum Arzt.

04Was du ausprobieren kannst

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05Häufige Fragen

Kann man verhornte Haut einfach abschneiden?

Nein, mit Klinge oder Rasierer ist das gefährlich: Man verletzt die Haut leicht und riskiert eine Infektion. Sicherer ist es, die Haut in der Dusche aufzuweichen und sanft mit Bimsstein zu behandeln, dann einzucremen.

Warum hilft die Creme nicht?

Oft fehlen Exfoliation und Okklusion. Wirksam ist die Kombination: verhornte Haut entfernen + Creme mit Harnstoff/Säure auf feuchte Haut + Vaseline über Nacht unter Socken.

Wann zum Arzt?

Wenn Risse tief, schmerzhaft, blutend, nicht heilend oder entzündet sind – ebenso bei Diabetes, Ekzemen oder Psoriasis. Das ist ein Grund, einen Dermatologen aufzusuchen.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Tiefe, nicht heilende oder entzündete Risse, insbesondere bei Diabetes, erfordern medizinische Hilfe.